Du kommst wahrscheinlich nicht aus der Software-Programmierung, daher kannst du natürlich schwer einschätzen wie komplex die Zusammenhänge der Software im EX30 sind, ich kann das auch nicht und ich komme aus der Branche. Es reicht ein Setting was anders gesetzt ist bei deiner Fahrt um auf ein anderes Ergebnis zu kommen als beim Vorab-Testing bei Volvo.
Vereinfacht gesagt sind die Software-Bereiche für ADAS (Advanced Driver Assistant Systems, oberer Display Teil) und Center/Passenger Display (Infotainment, unterer Display Teil) auf der Plattform streng getrennt bis runter auf den Hypervisor. Im Infotainment Teil kannst du durch Bugs maximal die Nutzbarkeit der ADAS einschränken (z.B. in dem Einstellungen keine Auswirkungen mehr haben) jedoch nicht ihre eigentliche Parametrierung. Ein Update im Infotainment Bereich bringt einen also nicht gleich in Lebensgefahr und Verbesserungen dort könnten doch zügiger umgesetzt werden. Warum das nicht erfolgt? Warum der mit 1.4 eingeführte Bug der Drittanbieter Navigation Apps nicht direkt wieder mit einer 1.4.1 gefixed wurde? Das weiß wohl nur Volvo selbst. Ich sehe hier nicht das Problem in der Komplexität der Software, sondern in mangelnder Priorisierung, Prozessen und Ressourcen. Passt ja auch zu dem was man vom EX90 hört.