Die rapide Batteriedegradation ist eine Stammtisch-Chimäre (vor allem). Natürlich gibt es die chemische Alterung des Akkus, die auch abhängig ist von der Zeit (und nicht nur der Nutzung), aber wie schon Moss Yellow beschrieben hat, zeigen sich die Akkus in eAutos als sehr robust und länger haltbar als viele anfangs dachten. Selbst bei häufigen DC Laden würde ich mir keine Gedanken machen. Das BMS lässt den Strom ja nicht reinschießen, wenn der Akku kalt ist. Hatte ich neulich auch mal bei einer DC Ladestation, weil das Auto den Akku nicht vorkonditioniert hat (Google hatte leider nicht erkannt, dass die Zielkoordinaten die einer Ladestation waren). Da hat der Akku 40-50 kW zugelassen und nach 10 min dann auch mal kurz bis 100 kW bevor die Kurve wieder abflachte. Außerdem weiß keiner von uns, wie und was da Volvo eigentlich rechnet mit der Batteriekapazität. Für eine genauere Diagnose würde ich eher einen Test von Aviloo empfehlen. Der geht bis auf die Zellebene runter mit den Spannungsmessungen.
Beiträge von Surki
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Absolut normale Forumsdiskussion hier. Natürlich gibt es eine Menge Spekulationen, aber ist es verwunderlich? In Zeiten der totalen Vernetzung macht so was eben schnell die Runde und ist es einmal raus auch nicht mehr einzufangen. Da liegt m.E. auch der Lapsus Volvos, weil sie genau wissen können, dass dies zur Verunsicherung ihrer Kunden führt und etwas dagegen setzen könnten. Im Prinzip bedarf es dazu nicht viel, aber selbst das ist denen zu viel. Mich verwundert es allerdings überhaupt nicht. Wir haben es mit einem Konzern zu tun, der zwar gerne verkauft sich aber hinterher eher wenig an einer Kundenbindung interessiert zeigt. Zieht sich wie ein roter Faden durch meine zweijährige Erfahrung mit Volvo. Echt schade, hätte mir mehr gewünscht!
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Das dachten die Fahrer von Mercedes EQA und EQB Modellen sicherlich auch.
Da passierte genau das aus diesem Grund.
Das hat mich damals auch aufhorchen lassen und ist so was wie ein Schreckszenario.
Ich habe mal versucht etwas über die Garantiebedingungen der Batterie bei Volvo herauszufinden, aber viel findet man nicht außer den viel zitierten 8 Jahren, 160,000 km und 70% Degradation. Wenn der Akku nachweislich defekte Zellen oder ein thermisches Problem hat ist völlig unklar, wie da die Garantie greift. Auf einen verbauten neuen Ersatzteilakku gibt Volvo übrigens 4 Jahre und 80,000 km Garantie. Sicher nicht unabsichtlich, das alles so schwammig zu halten.
Balu danke für den verlinkten Artikel. Sunwoda scheint ja quasi das "schwarze Schaf" der Branche zu sein. Unglaublich, was die für einen desaströsen Ruf genießen, dass selbst Chinesen den Kauf von Autos mit diesen Akkus meiden.
Wenn die Zahlen von Volvo stimmen, trifft es nur eine sehr kleine Zahl an Besitzern/Nutzern. Mal abwarten, was weiter auf diesem Kanal passiert.
Wünsche Euch allen einen schönen Jahresausklang und einen guten Rutsch ins Neue Jahr !

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Hmm,
es wird auf jeden Fall für Volvo spannend werden.
Du sagst es, und ich ahne schon wie Volvo damit umgehen wird. Aber ich denke auch, dass dies noch zu einem echten Problem für den Hersteller werden könnte.
Geely ist bereits in einem Rechtsstreit aufgrund schlechter Batteriequalität von Sunwoda.
Sunwoda ist der OEM Batterielieferant für die EX30 Ext Range und AWD Modelle.
Das ist interessant aber neu für mich. Ich war bisher der Ansicht, dass die NMC Akkus entweder von CATL oder LG Chem stammen. Letzteres muss aber auch nichts heißen, hatte auch schon einen defekten Solarakku von LG Chem, der auf Garantie gestaucht werden musste. Aber Sunwoda höre ich jetzt zum ersten Mal.
oder das KBA bekommt davon Wind
Das macht eigentlich keinen Unterschied, die machen nie wirklich was ernstes. Das KBA hat unser komplettes Dieselgate verschlafen.
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Da bleibt sich Volvo zumindest mal treu und haut die Nachricht mit Rechtschreibfehlern raus, genauso wie wir es qualitativ von den SW Updates her kennen. So eine Konsistenz muss man erst mal hinbekommen 😉
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Sicher erst mal abwarten, was passiert und wer überhaupt betroffen ist. Da es sich nur um bestimmte Chargen zu handeln scheint, kann man das ja lückenlos nachverfolgen. Einen Anwalt würde ich auch nur hinzuziehen, wenn ich als Betroffener hingehalten würde, mit Software Lösungen oder sonst wie fragwürdigen Methoden (wie von toddel68 beschrieben). Da ich relativ viel auf längeren Strecken unterwegs bin, ist für mich Laden auf 100% essentiell. Wenn das Volvo völlig unbürokratisch und schnell löst und aus der Welt schafft durch einen Akkutausch, dann wäre das natürlich eine andere Geschichte. Mir haben Sie damals auch recht schnell den defekten Antriebsmotor getauscht. Natürlich lade ich auch jetzt über 70%. Habe ich schon die ganze Zeit gemacht und warum sollte ich das ändern? Sicher hatten sie das nicht geplant so an die Öffentlichkeit zu lancieren, aber es war natürlich klar, dass solche Umstände sehr schnell ins Netz wandern und die Betroffenen das sofort publik machen.
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Dickes Problem für Volvo. Komisch, dass man solche Sachen 2 Jahre später feststellt. Zum Glück geht die Neuwagengarantie über 3 Jahre. Mit max 70% ist das Auto allenfalls noch für den Stadtverkehr interessant. So was kann natürlich immer und bei jedem Fabrikat passieren, weil die Hersteller die Batterien ja auch nur zukaufen (außer BYD und teilweise Tesla), aber dann müssen halt auch die Konsequenz daraus gezogen werden. An einem Batterietausch geht dann nichts mehr vorbei. Sollte sich Volvo querstellen, wäre für mich auch der Punkt erreicht, ab dem der Anwalt übernimmt.
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Schade, dass es nicht rückwirkend greift
Also, was Volvo den Kunden der ersten Stunde softwaremäßig zugemutet hat, war schon unter aller Kanone und es ist ja immer noch nicht gut (wenn auch besser). Finde ich absolut richtig, so kann man den Kunden nicht irgendwas hinrotzen und sich aus der Haftung stehlen ... -
Das Fahren alleine bzw. die dabei auftretende Abwärme reicht bei den derzeit vorherrschenden Temperaturen nicht aus, um den Akku fürs DC-Laden zu konditionieren. Aber das macht das Auto von alleine wie bereits beschrieben.
Natürlich ist die Anzeige dynamisch und je nach Verbrauch kann es sein, dass deine Ladeplanung während der Fahrt umgestoßen wird, aber insgesamt empfinde ich die Planung von Google als sehr zuverlässig. Es stimmt zwar nicht immer auf das letzte Prozent überein, aber mit ausreichend Puffer habe ich es eigentlich immer geschafft die ausgewählten Stationen zu erreichen. Notfalls fährt man halt mal etwas langsamer.
Ich weiß gar nicht, wo das mit den 20% herkommt, der EX30 lädt ab etwa 11% mit voller Leistung, sprich über 150 kW, wenn der Akku vorher vorkonditioniert wurde. Bedenke, dass bei Temperaturen in der Nähe des Gefrierpunkts dazu 1 h erforderlich ist. Die Aktivität (Vorkonditionierung) wird auch in den Nachrichten im Auto angezeigt.
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Bei Geld für eAuto gibt es aktuell 165 Euro plus eine Prämie von 120 Euro . Also gesamt 285 Euro garantiert.
Sollte man das Angebot annehmen oder doch lieber noch warten?
Was meint Ihr?
Das ist schon sehr ordentlich. Wobei die "eigentliche" Prämie mit 165 EUR ziemlich unterdurchschnittlich aussieht, aber gut im Endeffekt zählt das was unterm Strich steht. Trotzdem frage ich mich, wo die dann die "Verkaufsprämie" herholen bzw. was das für ein Finanzierungsmodell sein soll. Ist das auch wieder so ein 2-Jahresvertrag? Sowas würde ich auf jeden Fall nicht empfehlen. Lieber jedes Jahr neu abschließen. Dazu dienen ja oft die ausgelobten Prämien, um die Kunden für einen längeren Zeitraum zu ködern.