Beiträge von Surki

    Ich bin auch skeptisch, derf . Und die Erfahrung mit dem EX30 hat mich auch gelehrt kein Auto der ersten Stunde mehr zu kaufen. Mindestens 1 Jahr warten. Das größte Hemmnis ist die schlechte Kundenkommunikation und -bindung seitens Volvo. Da muss Samuelsson auch noch das Ruder gewaltig rumreißen. Aber mit dem EX60 haben Sie m.M. nach zumindest ein absolut kompetitives Mittelklasseauto am Start. Dennoch sehe ich BMW z.B. bei den Assistenzsystemen um Welten voraus.

    Sehr gewundert hat mich auch der niedrige WLTP Verbrauchswert für den Hinterradantrieb. Ob das die finalen Zahlen sind? Aber der scheint, wenn es zutrifft, wesentlich effizienter zu sein als der EX30, der absolut kein Verbrauchswunder ist.

    So, habe mir den EX60 mal im Volvo Konfigurator angesehen. Die Hinterradvariante P6 mit Akku 83 kWh netto in der Plus Variante (gibt momentan nur Plus und Ultra) für knapp 63 Ocken ist ja quasi mit Vollausstattung. Es gibt kaum irgendwelche Sonderausstattungen, fand ich schon beim EX30 super angenehm. So wie die deutschen Hersteller das handhaben geht mir das inzwischen gewaltig auf den Zeiger. Und in dem Preis sind schon 22kW Lader, bidirektionales Laden, Glaspanoramadach, ein "Premium" Soundsystem von Bose (was immer das heißen mag) und Matrix LED Lichter und vieles andere mit drin. Also da fängt man nicht bei Null an und zieht sich noch 10 oder 15k an Sonderausstattung mit drauf. Das ist schon sehr kompetitiv, muss ich sagen. Und das sind ja nur die Listenpreise. Mit einem guten Händlerrabatt kann man sich da echt was schießen.

    Alles wirkt moderner als beim EX30. Selbst der Frunk hat vernünftige Maße. Man hat den Eindruck, sie wollen alles besser machen als beim EX30/90. Geil finde ich natürlich das 800 Voltsystem. 18 Minuten von 10 auf 80% sind schon eine Ansage. Wie gesagt, Papier alles gut, aber ist er auch wirklich so gut?

    Sie haben wohl eine eigene Stromversorgung, also redundant ausgelegt, damit im Fall der Fälle (sofern die Tür nicht total verbogen ist) sie von den Rettungskräften bei einem Ausfall der übrigen Elektrik noch geöffnet werden kann. Ist natürlich ein bißchen verrückt so einen Aufwand zu betreiben für ein paar Türgriffe, aber gut, Tesla meinte ja damals auch man bräuchte unbedingt Falcon Wings...

    Firmen können sich heutzutage aufwändiges Marketing sparen. Man hält anfangs die Spannung hoch und lässt dann einfach eine Horde von Amateurtestern auf die Autos los. Simsalabim!

    Die TEAG bietet mal wieder für die nächsten 39 Tage einen Adhoc-Ladepreis von 39 ct/kWh an ihren Ladestationen an. Die kosten sonst 49 ct/kWh, gehören also ohnehin schon zu den günstigeren. Man zahlt entweder mit App oder Bankkarte. Sind halt vorwiegend in Mitteldeutschland präsent. Man braucht kein Abo, um den Preis zu bekommen, was auch für den Normalpreis außerhalb des Aktionszeitraums gilt. Finde ich von den Bedingungen für Kunden sehr angenehm und sollte Beispiel geben.

    Der VW lädt aber deutlich mehr kW in der Zeit. Das ist der 77kWh Akku in der Kurve. Sprich in gleicher Zeit hat man im VW immer mehr Reichweite nachgeladen. Mich nervt der Einbruch bei 78% bei meinem echt. Bis 80% könnte man ruhig die 50 kW halten, oder gerne mehr geht bei VW doch auch. Die letzten 2 % bis 80 % sind echt zäh und kosten richtig Zeit.

    Meine Angaben beziehen sich auf die prozentuale Leistung und die ist ziemlich gleich. Je größer der Akku desto mehr "C" ist ja üblich, weil es sonst noch länger dauern würde einen größeren Akku zu laden und die Chemie auch mehr zulässt. Im Ergebnis kommen ja die meisten mit 400 V so auf ca 30 Minuten für 10-80%. Aber bin bei Dir, dass die Ladekurve des EX30 schon noch ein bißchen optimiert werden könnte. Warum der auch erst bei 11% so richtig aus dem Knick kommt, finde ich nicht nachvollziehbar.

    Die beiden geben sich doch nicht viel und sind im Ergebnis quasi identisch. Der EX30 ist jetzt sicher kein Ladewunder aber muss sich hinter der Konkurrenz nicht verstecken. Warum die Kurve beim Volvo so sägezahnartig sein muss ist eine berechtigte Frage und ob die da jemals was optimieren bleibt ungewiss.