Beiträge von exMoss

    Irgendwie klingt das eher nach Lenkassistent vs Spurhalteassistent. ...

    Guter Hinweis.


    Beim Test des Pilot Assist gestern war der Lenkassistent nicht aktiviert. Heute mit eingeschaltetem Lenkassistent wurde die Spurmitte zuverlässig gehalten.


    Ein Blick ins Handbuch erklärt auch, warum der Spurhalteassistent erst bei Geschwindigkeiten über 65 km/h eingreift; das ist Absicht. Auch dass mal ein Lenkeingriff erfolgt oder mal nur eine Warnung (Vibration) ist dort beschrieben; auch beides gleichzeitig ist möglich ("kann" sowie "und/oder").


    Also alles wie es sein soll.


    Früher (tm) verhielt sich der Spurhalteassistent bei mir definitiv anders (aggressiver, auch innerorts). Ich kann aber nicht sagen, ob sich erst mit dem aktuellen Release etwas verändert hat oder schon früher, da ich den Spurhalteassistenten nach einer sehr negativen Erfahrung (in Autobahnbaustelle mit wirrer Weiß-/Gelb-Markierung in Richtung Fahrbahnteiler (senkrechtes Brett) gedrückt) bei Fahrtantritt ausschalte. Mit dem Releasewechsel wollte ich mal sehen, ob es ein verändertes Verhalten gibt; und finde den Assistenten jetzt brauchbar. In nächster Zeit werde ich jedenfalls nur noch den Geschwindigkeitsbesserwisser standardmäßig ausschalten. Der entschärfte Driver Alert meckert erst, nachdem man mindestens 3 Sekunden extrem weggeguckt hat.

    Für mich ist der entscheidende Punkt, dass nur bei automatischer Ladeplanung vorkonditioniert wird.

    Manuell geht ja leider nicht…

    Doch; geht manuell. Indem du z.B. in die Karte zoomst, mit dem Finger die anzufahrende Ladestation triffst und die als Ziel auswählst. Um die Kalkulation der Ankunftszeit und den optimalen Energieeinsatz für die Batterie-Vorbereitung kümmert sich dann die Software 8)

    So; nach einem Reset zurück von den Straßen im Hinterland, wo ich den Spurhalteassistenten mal etwas systematischer beobachten konnte.


    Die "Lostrommel" nehme ich zurück. Vielmehr hängt es von der gefahrenen Geschwindigkeit ab, ob der Spurhalteassistent anspricht oder nicht. Die Grenze liegt irgendwo zwischen 60 und 65 km/h. Darunter reagiert der Assistent in meinem EX30 nicht mehr.


    Im Nachbardorf gibt es eine Fahrbahnverschwenkung. Früher wurde der Wagen hier bei eingeschaltetem Assistenten so aggressiv genau in die Mitte der Fahrbahnmarkierungen geschoben, dass es nervte. Heute bei gleicher Geschwindigkeit (50 km/h) gar keine Reaktion.


    Auch später auf der Landstraße bei über 60 km/h verhielt sich die Automatik anders als früher: Erst bei Erreichen der Mittellinie wurde gegengelenkt. Auf einer Bundesstraße mit breiten Fahrbahnen und seitlichen Mehrzweckspuren konnte ich auch das Verhalten auf der rechten Seite ausprobieren; eine Reaktion erfolgte bei Berührung der LInie. Der eingeschaltete Assistent greift jetzt an dem Punkt ein, wie ich es bisher auch im ausgeschalteten Zustand (mit Vibration als Warnung) kannte.


    Absurd wurde ein Versuch mit Auto-Pilot. Die Automatik orientierte sich nicht an der Fahrbahnmitte, sondern eierte erst mal hin und her, um schließlich an der Mittellinie kleben zu bleiben; Außenspiegel und Kotflügel waren dabei im Bereich der Gegenfahrbahn. Dabei war auf der Fahrspur so viel Platz, dass rechts noch ein Kleinwagen hingepasst hätte. In einer leichten Rechtskurve wurde dann auch die Mittellinie verlassen und es ging ruckartig in die Gegenfahrbahn. (Habe vor dem Experiment den nachfolgenden Verkehr erst überholen lassen und darauf geachtet, dass kein Fahrzeug entgegenkommt)


    JKL berichtet im Post oben, dass der Spurhalteassistent bei ihm deutlich aggressiver geworden ist. Bei mir ist genau das Gegenteil der Fall. Hatten wir ja schon öfter, dass sich unsere Autos unterschiedlich verhalten.

    Nachdem bei mir gestern der Spurhalteassistent nichts gegen einen Ausflug auf die Gegenfahrbahn einzuwenden hatte, habe ich ihn heute auf der Einkaufsfahrt noch mal gefordert und bin - wenn sich die Gelegenheit ergab - ohne Blinker zwischen Links und Rechts gependelt (Der Fahrer vor mir durfte annehmen, ich hätte zu viel Restalkohol im Blut).


    Links wurde die Mittellinie (gestrichelt und einmal auch durchgezogen) im Display angezeigt; rechts wurde die Begrenzungslinie bis auf einen kleinen verschmutzten Abschnitt ebenfalls erkannt und angezeigt. Beim Pendeln habe ich mich den Linien genähert und Links teilweise auch überfahren.


    Zunächst mit eingeschaltetem Assi: Links -> keine Reaktion; Rechts -> leichter Widerstand

    Dann den Assi ausgeschaltet: Links -> Vibriren im Lenkrad als Warnung; Rechts -> keine Reaktion

    Dann wieder mit Assi: Links -> deutliches Gegenlenken; Rechts -> keine Reaktion

    Assi noch mal ausgeschaltet: Links -> keine Reaktion; Rechts -> Vibrieren


    Ich fahre eine Lostrommel ^^. Von lieblos implementierten Pflicht-Assis (Spurhalten, Aufmerksamkeit, Geschwindigkeit) halte ich sowieso nicht viel und fahre lieber ohne statt dass ich mich über ihre Unzulänglichkeiten ärgere. Aber ein Volvo als Zufallsgenerator überrascht mich denn doch und kratzt ernsthaft am Image.


    Vor dem nächsten Versuch mache ich mal einen Reset. Hatte ich zwar nach dem Update schon mal gemacht, aber wer weiß. Boot tut gut.

    Für Fernreisen ins Ausland habe ich mir immer das Monatsabo von Tesla gekauft. Der Filter im EX30 passt dazu perfekt, auch wenn ich ihn aus oben genannten Gründen bislang nie in der Praxis gebraucht habe.


    Das letzte Reiseziel lag in Deutschland und ich habe mich für ein EnBW-Monatsabo entschieden. Da kann man mit dem Google-Filter gar nichts mehr anfangen. Aber selbst auf der EnBW-Website sieht's schlecht aus; da werden nur die Trillionen von Ladepunkten in ganz Europa angezeigt, an denen Laden mit dem EnBW-Abrechnungssystem grundsätzlich möglich ist. Am Ende habe ich mit der EnBW-App, wo es den Filter auf eigene Stationen sowie Ladegeschwindigkeiten gibt, auf dem Handy mit dem Mini-Display die Gegend um den Urlaubsort abgesucht und mir die paar potenziellen Stationen gespeichert. Das fand selbst ich als Gelegenheitsreisender und Landkartenliebhaber dann doch etwas lästig ;)


    Praktisch fand ich letztens die AdHoc-App von Move Electric. Ich hatte bei einem Trip im heimischen Umfeld versäumt an der Wallbox zu laden; und an der mir bekannten EnBW-Station auf dem Weg waren alle 4 Säulen belegt. Mit der App habe ich dann sehr schnell mit Hilfe der Kartenansicht eine günstige Station eines Kleinanbieters in der Nähe gefunden. Ich kann mir zurzeit nicht vorstellen, dass ich dem EX30 sage "Navigiere mich zur günstigsten Ladestation zwischen A und B". Selbst wenn Gemini das in Zukunft theoretisch hinkriegen sollte; die großen Netzbetreiber werden Google "bestechen" das nicht anzubieten.

    In Werbefilmen und Tests wird gezeigt, wie man ein mehrere 100 km entferntes Ziel ansteuert und das Navigationssystem die optimalen Ladestops einplant. Das sieht toll aus und es entsteht die Erwartungshaltung, dass man sich für eine Reise gar keine eigenen Gedanken mehr machen muss. Ich glaube, man muss es tatsächlich nicht und kann sich auf das Navi-System zu 99% verlassen. Aber dann muss man auch damit leben, dass die eigenen Wünsche nicht immer getroffen werden.


    Eine zusätzliche Filtermöglichkeit nach Ladenetz-Betreiber wäre tatsächlich nett (Zahlungsdienstleister-Filter auf EnBW z.B. ist wertlos, wenn man nicht gewillt ist die teuren Roamingpreise zu zahlen). Aber auch dann wäre ich nicht auf jeder Reisestrecke zufrieden. Manche Netze haben große Lücken auf der Karte und man weicht dann doch gerne auf einen anderen Anbieter aus. Also hätte ich eine Priorisierung als nächsten Wunsch. Vielleicht möchte ich auch keine Mondpreise zahlen, also bitte eine Filtermöglichkeit mit Preislimit beim AdHoc-Laden. Und falls es im gewünschten Preisbereich keinen Anbieter gibt, dann doch lieber einen teuren bevor ich liegen bleibe. Natürlich soll das Navi auch wissen, ob Stationen frei sind wenn ich eintrudele. Am allerbesten wäre ein DWIM-System: Do What I Mean. Gibt ja schließlich KI.


    Ich persönlich plane Reisen incl. potenzielle Ladestationen vorher am PC mit ABPR und GoogleMaps. Dabei folge ich nicht allen Vorschlägen. Das fängt schon damit an, dass ich nicht immer die schnellste, sondern die für mich interessanteste Strecke mit vertretbarer Zeit wähle. Bei der Wahl der Ladestationen spielt auch eine Rolle, ob ich dort eine Mittagspause einlegen oder nur mal schnell aufladen will. Die potenziellen Ladepunkte speichere ich in GoogleMaps. Auf der Fahrt selbst wähle ich beim Laden im Navi den nächsten Ladepunkt aus der gespeicherten Liste aus und warte dann, bis ich ihn mit etwa 20% erreichen kann. Ich habe die Entscheidungsgewalt für meinen Tagesablauf und nicht Google. Für das Urlaubs-Zielgebiet informiere ich mich auch vorab, wo Ladepunkte liegen und auf welches Anbieter-Netz ich mich konzentriere. Eine filterbasierte Auswahl im EX30 brauche ich mit dem Wissen dann auch nicht mehr.


    Allerdings habe ich mich schon immer gerne mit Reiseplanung (früher mit möglichst detailliertem Kartenmaterial) beschäftigt und verstehe auch jeden, der daran keinen Spaß hat. Den Wunsch nach Verbesserungen in der EX30-Navigation unterstütze ich auf jeden Fall, befürchte aber, dass bei einem Unternehmen wie Google dem Nutzen für den Anwender mögliche Einnahmequellen gegengerechnet werden.

    ...was ich gar nicht so gut fände, da der Spurhalteassistent das Auto wirklich auf Spur hält (gehalten hat). Da konnte man schon mal nebenher auf dem Display rumfummeln ohne gleich befürchten zu müssen, dass man mal von der Bahn kommt.

    Ich fand es zwar bisher unangenehm, wenn der Assistent zu sehr auf die Mitte des Fahrstreifens fokussiert war. Aber 2x während der Testfahrt vorhin hat er sich gar nicht gewehrt und noch nicht mal vibriert, als ich langsam der Mittellinie näher kam und die dann auch überfahren habe. Da dachte ich dann auch, wenn sich jemand auf den Assistenten verlässt, kann das böse enden.


    Es war aber nur ein erster Eindruck. Während der Fahrt hat es geregnet; die Mittellinie hat er aber, nach der Fahrzeuganzeige im Display zu urteilen, erkannt.

    Solche Übersetzungs-Stilblüten kommen auch woanders vor, wenn man einen beliebigen externen Übersetzer beauftragt und der sich in der Materie nicht auskennt. Für Lacher im Kollegenkreis sorgte ein IBM Handbuch, wo ausnahmsweise mal kein IT-ler am Werk war und ein "member of a partitioned dataset" (praktisch eine Art Unterdatei in einer Bibliothek) als "Mitglied eines aufgeteilten Datensatzes" übersetzt wurde.

    Der Spurhalteassistent hat mir bisher zu aggressiv gegengelenkt und ich bin lieber ohne gefahren.


    Bei einer Proberunde nach Installation von 1.8 habe ich ihn nicht ausgeschaltet und habe auf der Landstraße mehrfach die Mittellinie angesteuert und auch mal ohne Blinker überfahren. Es gab diesmal kaum noch Widerstand im Lenkrad. Mein Eindruck ist, dass neben dem Driver Alert auch dieser Assistent justiert wurde. Werde das mal weiter beobachten ...