So; nach einem Reset zurück von den Straßen im Hinterland, wo ich den Spurhalteassistenten mal etwas systematischer beobachten konnte.
Die "Lostrommel" nehme ich zurück. Vielmehr hängt es von der gefahrenen Geschwindigkeit ab, ob der Spurhalteassistent anspricht oder nicht. Die Grenze liegt irgendwo zwischen 60 und 65 km/h. Darunter reagiert der Assistent in meinem EX30 nicht mehr.
Im Nachbardorf gibt es eine Fahrbahnverschwenkung. Früher wurde der Wagen hier bei eingeschaltetem Assistenten so aggressiv genau in die Mitte der Fahrbahnmarkierungen geschoben, dass es nervte. Heute bei gleicher Geschwindigkeit (50 km/h) gar keine Reaktion.
Auch später auf der Landstraße bei über 60 km/h verhielt sich die Automatik anders als früher: Erst bei Erreichen der Mittellinie wurde gegengelenkt. Auf einer Bundesstraße mit breiten Fahrbahnen und seitlichen Mehrzweckspuren konnte ich auch das Verhalten auf der rechten Seite ausprobieren; eine Reaktion erfolgte bei Berührung der LInie. Der eingeschaltete Assistent greift jetzt an dem Punkt ein, wie ich es bisher auch im ausgeschalteten Zustand (mit Vibration als Warnung) kannte.
Absurd wurde ein Versuch mit Auto-Pilot. Die Automatik orientierte sich nicht an der Fahrbahnmitte, sondern eierte erst mal hin und her, um schließlich an der Mittellinie kleben zu bleiben; Außenspiegel und Kotflügel waren dabei im Bereich der Gegenfahrbahn. Dabei war auf der Fahrspur so viel Platz, dass rechts noch ein Kleinwagen hingepasst hätte. In einer leichten Rechtskurve wurde dann auch die Mittellinie verlassen und es ging ruckartig in die Gegenfahrbahn. (Habe vor dem Experiment den nachfolgenden Verkehr erst überholen lassen und darauf geachtet, dass kein Fahrzeug entgegenkommt)
JKL berichtet im Post oben, dass der Spurhalteassistent bei ihm deutlich aggressiver geworden ist. Bei mir ist genau das Gegenteil der Fall. Hatten wir ja schon öfter, dass sich unsere Autos unterschiedlich verhalten.